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Brief an die Stadtverwaltung zur geplanten  Ausstellung “Galerie des Grauens“ durch Coronaleugner:innen

Update – 01.09.2022, 18:15 Uhr:

Erfolg! Die Stadt Freiburg hat uns soeben mitgeteilt, dass mit einer Verbotsverfügung das Zeigen der Ausstellung „Galerie des Grauens“ auf dem Platz der Alten Synagoge behördlich untersagt wird. Vielen Dank an die Versammlungsbehörde, die noch am gleichen Tag reagiert hat.

Ursprüngliche Meldung:

Am morgigen Freitag, 2. September 2022, plant die Freiburger Querdenken- und Coronaleugner:innen-Szene, u.a. „FreiSeinFreiburg“, eine Ausstellung „Galerie des Grauens – den Opfern eine Stimme geben” auf dem Platz der Alten Synagoge.

Der Urheber und Initiator dieser Ausstellung, Peter Ganz, ist eindeutig der rechten Szene zuzuordnen, was sich durch einfache Internetrecherchen herausfinden lässt. So nahm er etwa auch, neben dem Freiburger rechtsextremen Szene-Anwalt Dubravko Mandic, an einem Treffen des vom Verfassungsschutz als „eindeutig rechtsextrem“ eingestuften “Flügels” der AfD am 4. Mai 2019 im bayerischen Greding teil.

Ferner engagiert sich Peter Ganz im Umfeld des Vereins „Gedächtnisstätten e.V.“, der u.a. von der bundesweit bekannten und mehrfach wegen Holocaust-Verharmlosung verurteilten Ursula Haverbeck gegründet wurde. Dem niedersächsischen Verfassungsschutz zufolge gehört dieser Verein zu einem „Netzwerk von Holocaustleugnern und Geschichtsrevisionisten, die das nationalsozialistische Deutschland von Schuld reinwaschen“ wollen und damit die Verbrechen des NS-Regimes leugnen oder verharmlosen, mit dem Ziel die Demokratische Grundordnung Deutschlands abzuschaffen

Gleichzeitig zu dieser geplanten widerlichen „Ausstellung“ zeigt das NS-Dokuzentrum die Ausstellung #StolenMemory ebenfalls auf dem Platz der Alten Synagoge.

Wir finden eine solche Gleichzeitigkeit von anzunehmender  Holocaustrelativierung und Erinnerung im Herzen unserer Stadt unerträglich.

Deshalb fordern wir die Stadtverwaltung auf, zu überprüfen, welche Möglichkeiten bestehen, diese widerliche Veranstaltung zumindest vom Platz der Alten Synagoge fernzuhalten.

Informiert haben wir neben der Stadtverwaltung, die jüdischen Gemeinden, das NS Dokumentationszentrum, die Gemeinderatsfraktionen und Presse.

Weitere Informationen

https://twitter.com/tkfreiburg/status/1565081681530429441?s=21&t=vE9s9fTxoHhv_d_iPX8TQQ

Ausführliche und umfangreiche Informationen über den Urheber der Ausstellung: „Mit Falschbehauptungen über Impftote und Äußerungen über „satanische Werke“ im Zuge der Impfstoffentwicklung tourt ein „wiedergeborener Christ“ und Höcke-Fan, der auch ansonsten am rechtsextremen Rand unterwegs ist, durch Deutschland. Er wähnt sich in göttlichem Auftrag im Kampf gegen die „Plandemie“.“